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Donnerstag, 23. Juni 2016

Africa’s Top Models Schönheitsideale – Ideale Schönheit, Sa 7. November 2015 bis So 6. November 2016

„Was ist schön?“ – Diese bis heute aktuelle Frage beschäftigt die Menschheit bereits seit Urzeiten. Allerdings scheint das Schönheitsideal zumindest in den westlichen Gesellschaften von einem Modemarkt fremdbestimmt zu sein.

Auch in Afrika kann man sich diesen Einflüssen nicht entziehen. Dennoch haben sich hier ganz eigene Vorstellungen von Schönheit entwickelt. Die Ausstellung spürt ihnen über die Jahrhunderte anhand von einzigartigen Skulpturen und Masken nach. Sie zeigt aber auch in modernen Fotos, Sprichwörtern und Beispielen aus der afrikanischen Modewelt den mittlerweile weltweiten Einfluss afrikanischer Schönheitsideale.



 Figurenszene aus Blech.
Foto: Paul Schimweg / Museum für Völkerkunde Hamburg
Künstler: Didier Ahadsi. Ethnie: Ewe. Land: Togo.

Die Gesichter der Schönheit

Die Vielfältigkeit der Kulturen Afrikas zeigt sich auch in den unterschiedlichen Schönheitsidealen, die auf diesem riesigen Kontinent zu finden sind. Jede Region, jede der mehr als 2.000 Ethnien besitzt ihre eigenen Ideale, die sich in der Frisur, der Verzierung oder Bemalung des Körpers, in einem besonderen Gang, in der Ausformung bestimmter Körperteile – z.B. Augen, Mund, Hals, Bauch und Gesäß – widerspiegeln. Afrika ist zwar längst Teil der internationalen Mode- und Beauty-Industrie, dennoch halten sich daneben eigene afrikanische Schönheitsideale, die sich anhand von traditionellen Masken und Skulpturen oft über Jahrhunderte zurückverfolgen lassen.

 Friseur in Angola
Foto: Rob Whittaker

Manche dieser Ideale, wie zum Beispiel die besondere Betonung der Gesäßpartie und ihrer Hervorhebung in der Kleidung, setzen sich heute auch in unserer Gesellschaft mehr und mehr als „schön“ durch (Stichwort Kim Kardashian), ebenso die faszinierende Vielfalt afrikanischer Haartrachten. Sogar das Spitzfeilen der Vorderzähne, Schmucknarben oder bestimmte Tattoos, in unseren Augen eher ausgefallenere Schönheitsmerkmale, werden bereits in verschiedenen Subkulturen bei uns kopiert.

Kadiatu Kamara with a necklace designed by herself, Foto: Alfred Weidinger

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