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Donnerstag, 21. April 2016

Das Lhakar-Versprechen


Das erste Mal tauchte der Begriff „Lhakar” in einem Blog-Eintrag vom 9. Juni 2010 auf einer Seite auf, die unter der jetzt gelöschten Seite Tibet123.com veröffentlicht wurde. Dieser Blog-Eintrag trug den Titel „Das Lhakar-Versprechen”. In dem Beitrag wurde die Idee von Lhakar in zwei Teile unterteilt. Der erste Teil handelt vom „Wesen der Bewegung” und beschreibt sie folgendermaßen: 

„Diese einfache Bewegung, die Lhakar heißt, hat ihren Ursprung in der Tatsache, dass ich Tibeter bin. Sie ist wie eine kleine Notiz, die uns erinnert, dass wir in unserem alltäglichen Leben tibetisch sind. Durch diese Bewegung erneuern, bewahren, und führen wir unsere Sprache, Kultur, Identität und Tradition wieder ein. Durch diese Methode können wir die Menschen, die die Seelensprache des Schneelandes sprechen, bis ans Ende der Menschheit bewahren. Diese Methode wird uns helfen, die tibetische Kultur, sowie tibetische Sitten und Traditionen zu bewahren, die aus unserer Seelensprache geboren wurden. Diese Methode ist einfach und aussagekräftig.”


Im heutigen Tibet verändert eine stille Macht den tibetischen Widerstand, eine Macht, deren Stärke in den kleinen Dingen des Lebens liegt: Lhakar ("Weißer Mittwoch") steht für die junge friedliche Widerstandsbewegung in Tibet, die ihren Namen 2010 erhielt. Der Mittwoch wird als glücksverheißender Tag für alle Tibeter angesehen, da der Dalai Lama an einem Mittwoch geboren wurde. Insbesondere junge Tibeter achten mittwochs darauf, ihre tibetische Identität zu leben – nur Tibetisch zu sprechen, nur Tibetisch zu essen, sich Tibetisch zu kleiden.

1 Kommentar:

  1. Sich für den Tag zurechtzumachen, sich zu überlegen, wo man die Lebensmitteleinkäufe macht, in welchem Restaurant man seine Freunde zum Abendessen trifft und in welcher Sprache man mit ihnen spricht. Diese alltäglichen Entscheidungen mögen nicht im Entferntesten radikal oder subversiv klingen. Aber im heutigen Tibet verändert eine stille Macht den tibetischen Widerstand, eine Macht, deren Stärke in den kleinen Dingen des Lebens liegt, und die fälschlicherweise oft als banal und unwichtig angesehen werden.

    Stille Form des Graswurtzelaktivismus

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