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Dienstag, 16. Februar 2016

Pilz und Botanik Reise nach Tibet 23. Juli bis 4. August 2016

Diese Reise nach Tibet wird sicherlich eine einzigartige Lebenserfahrung in Sachen Natur und Kultur in einer der atemberaubensten Landschaften unserer Erde werden. Mitte Juli bis Mitte September ist die besten Zeit um Mycorrhizapilze in den Nadel- und Lauburwäldern zu finden. Wir werden nach Krokodil-Ritterling oder Matsutake (Tricholoma matsutake),  einem tibetischen Kaiserling (Amanita hemibapha), vielen Röhrlingsarten einschließlich Steinpilz (Boletus reticulatus), Birkenpilzen und Rotkappen (Leccinium spp.), Pfifferlingen (Cantharellus), Eiskorallen (Hericium) und anderen exotischen Arten suchen. Von speziellen Interesse ist der Matsutake, dessen Sammlung die lokale Wirtschaft im Sommer dominiert. Auf den Hochweiden wächst Ser Sha, der Goldene Pilz, eine wohlschmeckender Verwandter des Hallimasch und etliche Champignion-Arten (Agaricus spp.). Wir werden viele Pilzmärkte besuchen und sicherlich dort Yartsa Gunbu / Jarza Günbu  begegnen, dem Tibetischer Raupenpilz (Cordyceps sinensis), Tibet's ökonomisch-betrachtet wichtigster Pilzart. Unter Hunderten von Wildpflanzen werden wir Orchideen, Lilien, Rittersporne, Eisenhüte, Cremanthodiums, Edelweiße und Läusekräuter sehen. Juni bis September ist Monsunsaison, aber der Sommermonsun in Tibet lässt sich nicht mit dem Monsun im Himalaja vergleichen. Es wird immer wieder regnen, normalerweise zumeist nachts und ein blauer Himmel ist keine Rarität. Kurzum, es regnet nicht genug, um uns von unseren Ausflügen abzuhalten. Mein persönlicher Höhepunkt in Kongpo ist der Aufenthalt in einem tibetischen Bauernhaus, Pilzsuche mit der Gastfamilie und Kochen der Pilze auf dem befeurten Herd.
 
Wir bereisen und erleben eine traumhafte Landschaft geprägt von tiefen weiten Tälern, und tiefbewaldeten Hängen, gekrönt von schier unendlichen vergletscherten Gebirgszügen mit einer einzigartigen, exotischen Kultur. Wir werden eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Höhenregionen, von warm-gemäßigt (unter 3000m bis hochalpin in 4600m), durchkreuzen, alle mit ihrem jeweiligen Ökosystem und einer einzigartigen Flora, Fauna und Funga. So oft wie möglich werden wir Zeit finden uns auf Matten und Weiden und in Wäldern umzusehen, um zu erkunden was alles dort wächst und lebt. Orts- und pilzkundige Tibeter werden uns auf unseren Ausflügen zum Pilze sammeln begleiten. Wie werden die Pilzspezialitäten auf tibetische und chinesische Art zubereitet genießen können. Dazu werden wir uns an wilden Beeren laben, die beste eine orangefarbene Brombeere mit Passionsfruchtgeschmack.
 
Neben all den Naturerlebnissen werden wir auch genug Zeit finden uns auf die unvergleichliche Kultur Tibets einzulassen. Wir werden buddhistische Klöster und Tempel besichtigen, heilige Quellen, Seen und Berge besuchen. Tibets mysteriöse, formenreiche und farbenfrohe Spiritualität, das Herz der tibetischen Kultur, ist allgegenwärtig. Wir werden alpine Hochweiden umgeben von vergletscherten Berggipfeln durchqueren und Nomaden in ihren Zelten besuchen und frische Yakmilch und "Yakghurt" probieren. Schöne Geothermalquellen entlang der Strecke werden wir nicht ungenützt lassen.
 
Wir treffen uns in Chengdu, der Hauptstadt Sichuans, um je nach Situation entweder mit Land Cruisern von Chengdu nach Ost-Tibet zu starten und Kham zu bereisen oder sollten wir Genehmigungen bekommen um nach Lhasa zu fliegen. 2012 war AR Tibet für Westler nicht offen, und in 2013 mussten konnte man nur um Einreiseerlaubnis bitten, wenn man mindestens zwei Leute mit der gelichen Staatsbürgerschaft in der Gruppe hatte. Kurzum, wir wissen erst im Sommer in welche Region Tibets wir bereisen werden.  
 
 
Ost-Tibet Reisebeschreibung
Die Expedition wird in Chengdu starten, der Hauptstadt von Sichuan, wo wir Medizinkräuter- und Pilzgeschäfte besuchen werden. Nach der Abfahrt von Chengdu werden wir uns schrittweise an die Höhen des Tibetischen Plateaus gewöhnen. Kangding, wo bereits Pilzhändler das Straßenbild prägen, ist traditionell das Tor zu Kham, wie Tibeter Osttibet nennen. Der meiste Transport und Verkehr nach Kham führt durch diese Stadt, die den Tibetern als Dartsendo bekannt ist, und gegenwärtig als Hauptstadt von Kandze/Ganzi Tibetisch Autonomer Präfektur fungiert. Westlich von Dartsendo / Kangding überqueren wir den Gyela Pass in über 4300m, womit wir auf dem Tibetischen Hochplateau angekommen wären. Das Verlassen der feucht-warmen Luft des Beckens von Sichuan und der Eintritt in die Atmosphäre des klaren, kühlen Hochlands ist ein Erlebnis. Die darauf folgenden Täler Minyaks sind für tibetische Verhältnisse dicht besiedelt und berühmt für ihre schönen Bauernhäuser. Oft stehen Tibeter entlang der Straße und bieten Käse, Medizinkräuter und speziell Pilze feil. Nyachuka / Yajiang, der nächste angepeilte Ort ist liegt am Nyachu / Yalong in einem tief eingeschnittenen Tal. Die Tieflage in nur 2700m hat zur folge, dass viele Chinesen sich dort angesiedelt haben. Aber auch uns hilft es die Nächte in geringeren Höhen zu verbringen. Zudem ist Nyachuka einer der Hauptorte für den Matsutake-Handel. Dieser berühmte Speisepilz, den besonders die Japaner lieben dominiert im Sommer das Wirtschaftsgeschehen. Wir werden und Einheimische bei der Sammlung in Gebirgseichenwäldern anschließen.

Wir reisen weiter nach Lithang, das von sich beansprucht die höchstgelegene Stadt der Welt mit 4013m zu sein, und zweifelsohne ein Zentrum der Raupenpilz-Sammlung in Osttibet ist. Lithang ist zudem auch ein Zentrum der tibetischen Kultur. Es ist berühmt für sein Kloster, das vom 3. Dalai Lama, Sönam Gyatso, gegründet wurde, und ist auch der Geburtsort vom 7. Dalai Lama. Litang ist umgeben von weiten Grasslandschaften, die mit Nomadenzelten und Yakherden überzogen sind. Die imposanten Gipfel bieten einen unvergleichlichen Hintergrund, wenn wir uns ins Botanisieren, Pilzesuchen und in heiße Quellen vertiefen.
Auf dem Weg nach Dabpa / Daocheng überqueren wir eine glaziale Hochgebirgslandschaft in 4700m in der Riesen-Findlinge über eine verlassene Hochebene verstreut liegen. Zwischen den Blöcken grasen zottelige Yaks. Am Fuße der Hochebene unter einer Felswand wartet auf uns ein Kagyu Kloster, dass bereits im 12 Jahrhundert gegründet wurde. Dabpa / Daocheng ist berühmt fur seine Thermalquellen und speziell für die drei heiligen Berge Chenrezi (6032m), Jampeyang und Chakna Dorje (beide 5958m) nahe Nyade /Yading, allesamt vergletschert und absolut beeindruckend. Nicht überraschend ,dass diese Riesenberge seit langem von Pilgern aufgesucht werden. Wir werden umgeben von dieser traumhaften Gebirgslandschaft durch Tannen-Fichten-Lärchenwälder zu einem Gletschersee herauf wandern.

Obwohl Nyade weniger als 150 km Luftlinie von Gyalthang  alias Shangrila entfernt liegt ist es ein voller Reisetag mit etlichen Pässen und tiefen Flusstälern in einer zumeist bewaldeten Landschaft. Etliche Lager von Matsutake-sammelenden Tibetern sind entlang der Straßen aufgeschlagen worden unter zerklüfteten Kalksteinmassiven. Hier überqueren wir die Grenze von Sichuan nach Yunnan Provinz. Gyalthang, einst ein alter tibetischer Marktort der Yunnan und Lhasa verband, ist inzwischen ein Touristen-Mekka, nur Lhasa übertrifft es an Übernachtungen. Es ist die Hauptstadt von Dechen Tibetisch Autonomer Präfektur. Allerdings sind die guten tibetischen Restaurants und reichhaltigen Souvenirläden genau das was man zu diesem Zeitpunkt der Reise braucht. Gyalthang’s Pilzmarkt wurde wegen seiner Geschäftigkeit inzwischen in die Vorstadt verlegt. Und wenn man noch immer nicht genug Wald, Blumen und Pilze gehabt hat, dann kann man in 20 Minuten wieder im Wald sein oder man kann in den Himmelsbrücken-Thermalquellen mit ihren Dampfhöhlen den Körper und Geist entspannen, was für ein großartiger Ausklang.
 
Pilz- und Botanikreise in Tibet
23. Juli bis 4. August, 2016

 
Kosten in Tibet: €2950
(pro Person bei 10-12 Teilnehmern, bei 7-9: €3150, bei nur 4-6 Teilnehmern €3450)

Leistungen beinhalten: Alle Übernachtungen, Hauptmahlzeiten und Transport vor Ort,
nicht enthalten: Hotelbar etc., Souvenirs, Trinkgelder etc.

Einzelzimmerzuschlag: €350
Von Teilnehmern selber zu buchen:
Internationales Flugticket: €900-1400 (Hochsaison!)
 


Sollten Sie irgendwelche Fragen haben, bitte schreiben Sie mir.
 

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