Klöster und Feste

Lamayuru (Yuru Kabgyat) - Hemis Tsechu - Shashukul Gustor - Phyang Tsedup - Karsha Gustor - Korzok Gustor - Trak Tok Tsechu - Sani Nasryal - Diskit Gustor - Thikse Gustor - Chemre Angchok - Padum Gustor - Spituk Gustor - Likir ( Dosmoche) - Stok Guru Tsechu (Orakel) - Matho Nagrang (Oracles)

Mittwoch, 25. April 2012

"Rama und Sita – Indiens Liebesgeschichte", 21.04.2012 bis 21.10.2012 >>> Rautenstrauch-Joest Museum Köln

Das Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt zeigt vom 21. April bis
zum 21. Oktober 2012 die Sonderausstellung „Rama und Sita - Indiens schönste Liebesgeschichte", die vom Museum Rietberg in Zürich erarbeitet wurde.


87 kostbare Bilder aus der Zeit zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert schildern
Episoden aus dem Ramayana.

Das berühmte indische Epos berichtet von den Erlebnissen des göttlichen Kronprinzen Rama, der mit seiner Frau Sita aufgrund einer Hofintrige in die Verbannung ziehen
muss.

Dieses in Sanskrit verfasste Heldengedicht in 24.000 Doppelversen wird dem legendären Poeten Valmiki zugeschrieben und ist bis heute die populärste südasiatische Dichtung.

Die „Geschichte Ramas" bildet einen wichtigen Teil der hinduistischen Religion und wurde im Laufe seiner über 2000-jährigen Tradierung in zahlreichen Versionen und in verschie-
denen Sprachen adaptiert.

Die Ausstellung folgt der Chronologie des Ramayana, dessen Schauplätze visuell umgesetzt, akustisch untermalt, begehbar und sinnlich erfahrbar sind.


Den Ausgangspunkt bildet die Stadt Ayodhya, aus der Kronprinz Rama von seinem Vater in die Verbannung geschickt wird.

Die in der Ausstellung gezeigten Malereien gehören zu den poetischsten Umsetzungen des Ramayana und geben Einblick in die verschiedenen Stile der Maler am Mogul-Hof, in den lokalen Fürstentümern Rajasthans und in der am Fuße des Himalayas gelegenen Pahari-Region.

Bemerkenswert ist die genaue Textkenntnis der Künstler, die in einer präzisen Umsetzung des Epos in der Malerei erkennbar ist.

Zu den prunkvollsten Exponaten der Ausstellung gehören vier Bildserien, die Ende des
16. Jahrhunderts für die Mutter von Kaiser Akbar angefertigt wurden.

In der kleinen Residenzstadt Guler in der Pahari-Region, entstand die wohl detail- und einfallsreichste visuelle Umsetzung des Epos: das kleine Ramayana aus Guler von 1775/80.


16 hochkarätige Exponate dieser Serie bilden das Zentrum der Ausstellung.

Die Miniaturen stehen auf Staffeleien innerhalb einer begehbaren Installation aus beleuchteten Raumkörpern mit vergrößerten Bilddetails.

Diese erlaubt es den Besuchern, in die Welt des Ramayana einzutauchen und sich
zu den wichtigsten Schauplätzen des Epos zu begeben.

Als ob man selbst Teil der Geschichte würde, folgt man der in sieben Büchern angelegten Erzählung und erlebt, wie Ramas geliebte Frau Sita von einem Dämon entführt wird.

Mit Hilfe einer Armee von Waldtieren, insbesondere unterstützt vom Affen Hanuman, gelingt es Rama, sie zurückzuerobern und an seinen Geburtsort zurückzukehren, wo er lange Zeit als gerechter König herrscht.


Die Ausstellung wurde von Jorrit Britschgi und Eberhard Fischer kuratiert.
Projektleiterin und Kuratorin der Kölner Schau ist Brigitte Majlis.

Der Begleitkatalog (216 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen) von Jorrit Britschgi und Eberhard Fischer präsentiert neben einem einleitenden Text alle ausgestellten Werke.

Die farbigen Abbildungen werden von Textauszügen der Valmiki-Dichtung begleitet, die die jeweiligen Maler zu ihren Bildern inspirierten.

Ein weiterer Text erläutert den Bildinhalt und stilistische Besonderheiten. Der Katalog ist im Museumsshop für 28 Euro erhältlich.

Für internationale Besucher gibt es Handouts der Ausstellungstexte in Englisch.

Zur Ausstellung ist ein Audioguide (Deutsch und Englisch) erhältlich.

Darüber hinaus können Interessenten die gesprochenen Texte der Audioguides als mp3-Dateien herunterladen.

Nähere Informationen zum Download finden Sie auf der Seite

www.museenkoeln.de/rautenstrauch-joest-museum/
unter der Rubrik Audioguides.

Zur Ausstellung findet ein abwechslungsreiches Begleitprogramm statt, mit Tanz- und Musikauftritten, Vorträgen, Lesungen und Workshops für Kinder.

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr, Donnerstag 10–20 Uhr, jeden ersten Donnerstag im Monat bis 22 Uhr, Montag geschlossen.

Eintritt

Sammlung: 6 €, ermäßigt 4 €
Sonderausstellung Rama und Sita: 6 €, erm. 4 €
Kombiticket Dauer- & Sonderausst.
9 €, ermäßigt 6 €
Kombiticket Dauerausst. Schnütgen & Rautenstrauch
9€, ermäßigt 6 €
Gruppenticket ab 10 Personen:
Dauerausst. 4 €, Sonderausstellung 3 €, Kombitickets 6 €

Freien Eintritt haben Begleiterinnen und Begleiter von Menschen mit Behinderungen, deren Schwerbehindertenausweis den Buchstaben „B" ausweist

Anfahrt und Verkehrsanbindung

U-Bahn, Straßenbahn: Haltestelle Neumarkt (5 Minuten Fußweg).
Parkhäuser Cäcilienstraße
Kurz-Haltemöglichkeit für Reisebusse direkt vor dem Museum, Haltebucht Cäcilienstraße; Parkmöglichkeit für Reisebusse am Rheinufer.

Museumspädagogik

Das Programm des Museumsdienstes im Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

Peter Mesenhöller
Tel 0221/221-31373
peter.mesenhoeller@stadt-koeln.de

Homepage

www.museenkoeln.de/rautenstrauch-joest-museum

Informationen zum Institut

Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt
Cäcilienstrasse 29-33
50667 Köln
Tel.: 0221/ 221-31356
Fax: 0221/ 221-31333
E-Mail: rjm@stadt-koeln.de
Homepage: www.museenkoeln.de


Liebe Grüße

Thomas Wilden
Koblenz

1 Kommentar:

  1. hallo zusammen,

    im obigen Blogpost findet ihr einen Hinweis auf eine vermutlich einmalige Ausstellung indischer Miniaturmalerei in Deutschland.

    Vor allem die Art der Präsentation ist hochinteressant (begehbare Miniaturen), zumal wenn man die verstaubten Sammlungen im Nationalmuseum in Delhi sowie der Fürstenpaläste Rajasthans kennt.

    Wer nach Köln kommt oder in der Nähe ist, sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen.

    Meine Empfehlung als Ausstellungstip hat sie sich auf jeden Fall verdient (deswegen auch ausnahmsweise hier auf meinem "Himalaya-Blog").

    Grüße

    Thomas Wilden
    Koblenz

    AntwortenLöschen