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Montag, 30. Januar 2012

Dr. Andre Alexander - Ein Nachruf


Der Mitbegründer des Tibet Heritage Funds Dr. Andre Alexander ist vergangene Woche überraschend mit 47 Jahren auf dem Weg zu seiner eigenen Geburtstagsfeier an einem Herzanfallverschieden.

Er war ein eigenwilliger, willensstarker, gleichzeitig vollkommen bescheidener Mensch mit einer großen Vision. Ich habe mit ihm viele Jahre im Rahmen meines Engagements im Shalu Verein zusammengearbeitet und bin von tiefstem Respekt für seine Pionierleistungen beim Erhalt der traditionellen Architekturen im tibetischen Kulturkreis erfüllt.

Der Tibet Heritage Fund ist eine NGO, die in Ladakh, Osttibet, der Mongolei und in China mit Hilfe eines internationalen Expertenteams und vielen freiwilligen Helfern und großem Erfolg Restaurierungsprojekte durchführt. Bekannt geworden ist der THF durch sein Engagement für die vom Abriss bedrohte Altstadt von Lhasa.

Andre hat als junger Student zusammen mit Pimpim de Azevedo und vielen anderen Helfern von 1994 bis 2001 wesentlich dazu beigetragen, dass Teile der Altstadt restauriert werden konnten und etliche Häuser unter Denkmalschutz gestellt worden sind.

Eines seiner letzten Projekte war die Konzeption und Bauleitung des Zentralasienmuseums in Leh, Ladakh.

Eigentlich ist es ihm immer in erster Linie um die Menschen gegangen, wie sie optimal leben können im Einklang mit ihrer Umwelt und Kultur. Restoratorische Dekos für Touristen waren ihm ein Graus.

So hat er z.B. ganz am Anfang in der Altstadt in Lhasa sanitäre Anlagen bauen lassen, Plumpsklos, Wasserleitungen. Danach wurden erst nach Beratung mit den Bewohnern
und Nachbarn die Häuser in Stand gesetzt.

Über die Projekte des THF: www.tibetheritagefund.org

Quelle: Tibethaus Frankfurt, Newsletter "Chömail, 27.1.2012"

Kommentare:

  1. hallo zusammen,

    im Moment fehlen mir einfach die Worte, deswegen gebe ich für's Erste den Nachruf einfach so weiter.

    Ich hoffe und glaube, daß es mit dem Zentralsienmuseum in Leh trotzdem weitergehen wird und auch die letzten Reste der Altstadt von Leh weiterhin erhalten werden können.

    Jullay
    Thomas Wilden
    Koblenz

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  2. hi again,

    if you need some more information about the "Central Asian Museum" in Leh, here it comes (see below).

    It's a wonderful building with amazing views from the uppermost galleries over the town of Leh down to the Zanskar Range and the whole Indus Valley below.

    Central Asian Museum

    Preview Opening took place on 23-24 August 2011, with the first artefacts, a special photographic exhibition and art installations by European artists, as well as a workshop. The events were attended by the Minister for Culture and Tourism, Jammu & Kashmir, local community and administration heads, and hundreds of visitors

    Source:
    You are here: Projects > Ladakh > Central Asian Museum
    http://www.tibetheritagefund.org/pages/projects/ladakh/central-asian-museum.php

    Towards the personal loss of Andre, I am still speachless. A good ladakhi friend once told me in a different but somehow comparable situation "Don't worry too much, in the buddhist sense it was the time for his
    "soul" to leave it's body".

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