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Mittwoch, 30. November 2016

China schränkt die Bewegungsfreiheit der Tibeter im Vorfeld der Belehrungen des Dalai Lama in Indien heftig ein

Tibetisches Zentrum für Menschenrechte und Demokratie, www.tchrd.org, 21. November 2016

China schränkt die Bewegungsfreiheit der Tibeter im Vorfeld der Belehrungen des Dalai Lama in Indien heftig ein
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Letzte Woche nahm die nepalesische Polizei 41 tibetische Pilger an der Grenze von Nepal zu Indien fest, weil sie ohne gültige Dokumente unterwegs waren. Die Tibeter, die an der Kalachakra-Zeremonie in Indien teilnehmen wollten, wurden an dem zehn km von der Grenze entfernten Ort Dhangadhi festgenommen. Nach drei Tagen Festsetzung durch die Einwanderungsbehörde wurden sie dann freigelassen. 39 waren mit chinesischen Pässen versehen aus Tibet angereist, während zwei in Indien ansässige Flüchtlinge sind.

Die Festnahme tibetischer Pilger durch nepalesische Behörden ist der jüngste Vorfall einer ganzen Reihe von Schikanen, von denen Tibeter in Tibet berichten, die daran gehindert wurden, zu den Kalachakra-Belehrungen nach Indien zu reisen. Der Dalai Lama wird vom 3. bis zum 14. Januar diese Zeremonie an dem buddhistischen Pilgerort Bodh Gaya im indischen Bundesstaat Bihar leiten.

Die Menschenrechtsorganisation HURON mit Sitz in Kathmandu informierte das TCHRD am 17. November darüber, daß die Polizei von Dhangadhi am 16. November 41 Tibeter zwei Stunden lang festgehalten hat und sie dann der Immigrationsabteilung des Kailali Distrikts im Südwesten Nepals überstellte. Diese wiederum schickte die Tibeter zur Immigrationsbehörde nach Kathmandu weiter. HURON brachte in Erfahrung, daß die 39 Tibeter mit chinesischen Pässen nach Nepal gereist waren, aber aus Angst vor den seitens der Chinesen zu erwartenden Repressalien kein Visum für ihre Weiterfahrt nach Indien beantragten wollten. Um HURON zu zitieren: „Wenn die chinesischen Behörden die indischen Visa in ihren Pässen sehen würden, könnten sie nach ihrer Rückkehr nach Tibet für sechs Monate bis zu fünf Jahren ins Gefängnis wandern.“

Obwohl HURON darum bat, die tibetischen Pilger zu entlassen, wurden am Abend des 15. November 24 tibetische Männer in das Dilibazar Sadakhor Haftzentrum eingeliefert, während 17 Tibeterinnen in der Verwahrung der Immigrationsbehörde blieben. Nachdem dann Mitarbeiter der chinesischen Botschaft gerufen wurden, um die Pässe der 39 Pilger zu überprüfen, wurden sie freigelassen. Auch die zwei Tibeter mit indischen Registrierungszertifikaten wurden nach Überprüfung ihrer Dokumente durch Angehörige der indischen Botschaft am folgenden Tag freigelassen.

Seit etwa einem Jahrzehnt übt China extremen Druck auf die nepalesische Regierung aus, strenger mit den aus Tibet fliehenden Tibetern oder den bereits in Nepal ansässigen umzugehen. Die chinesische Regierung gibt viel Geld aus, um die Grenze zwischen Tibet und Nepal so aufzurüsten, daß keine Tibeter mehr nach Nepal durchkommen. Ihr Ziel war es, von dort aus nach Indien weiterzureisen, um da eine bessere Schulbildung zu erhalten, es war zu Zwecken der Pilgerschaft oder um den Segen des Dalai Lama zu empfangen.

2012 wurden Hunderte von Tibetern, die sich nach Indien begeben hatten, um an den Kalachakra Belehrungen teilzunehmen, bei ihrer Rückkehr von chinesischen Behörden festgenommen und verhört. Wochen- oder gar monatelang wurden Leute aller Altersgruppen, darunter sogar Achtzigjährige, gezwungen, Kurse für patriotische Umerziehung zu besuchen, weil „ihr Geist durch den Besuch der Kalachakra-Unterweisungen korrumpiert“ worden sei.

Einige Monate später, im April 2012, gab die Regierung der TAR neue Richtlinien für die Ausstellung von Reisepässen heraus, die es Tibetern sehr erschwerten, an einen Paß zu kommen, ohne den sie nicht ins Ausland reisen können.

Jetzt, wo das Datum des Kalachakra immer näher rückt, haben die chinesischen Behörden angefangen, Tibeter mit gültigen Pässen immer mehr zu schikanieren, um ihnen die Möglichkeit zu nehmen, nach Indien zu reisen. Personen, die bereits eine Reise gebucht haben, werden gezwungen, sie zu stornieren. Eine beachtliche Zahl von tibetischen Pilgern, die bereits vor einigen Wochen in Indien ankamen, wurden gebeten, bis zum 20. Dezember zurückzukehren.

In einigen Gegenden haben Verwaltungsbeamte alle gültigen Pässe von Tibetern, die ins Ausland reisen wollten, eingezogen. So sagte ein Tibeter in Machu, der gewarnt wurde, daß er, falls er seinen Paß nicht zurückgebe, auf die schwarze Liste käme: „Ich hatte einen auf fünf Jahre gültigen Paß und wollte diesen Winter verreisen. Doch die Beamten von der Gemeinde und der Dorfchef forderten, daß ich ihn unverzüglich abgebe. Wenn ich das nicht täte, müßte ich mit Repressalien rechnen und würde in Zukunft von allen staatlichen Vergünstigungen ausgeschlossen“. Auch einige Tibeter im Bezirk Ngaba wurden aufgefordert, ihre Pässe abzuliefern, andernfalls dürften sie ihr Leben lang nicht mehr ins Ausland reisen.

Das TCHRD ist über die schwere Beeinträchtigung des Rechtes der Tibeter auf Freizügigkeit entsetzt. Dieses Recht ist im Art. 13 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte garantiert: „Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.“ Und: „Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.“ Der Art. 12(2) des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR), der als zum internationalen Gewohnheitsrecht gehörend auch für China bindend ist, anerkennt ebenfalls, daß jeder das Recht auf Bewegungsfreiheit hat, einschließlich des Rechtes, sein Land zu verlassen.

In seiner maßgeblichen Auslegung dieses Rechtes stellt der Allgemeine Kommentar des Human Rights Committee Art. 27 fest, daß internationale Reisen nicht auf Grund ihres Zweckes oder der Dauer der Reise eingeschränkt werden dürfen. Das Recht auf Bewegungsfreiheit darf nur unter außergewöhnlichen Umständen eingeschränkt werden, wenn diese Einschränkung zum Schutz der nationalen Sicherheit, der öffentlichen Ordnung, der Volksgesundheit oder der guten Sitten und den Rechten und der Freiheit anderer notwendig ist. Die von den chinesischen Behörden den Tibetern auferlegten Einschränkungen sind unberechtigt und nicht rechtfertigbar und deshalb willkürlich und widersprechen dem Gleichheitsgrundsatz.

Das TCHRD befürchtet, daß die 39 Tibeter, deren Identitäten den chinesischen Behörden durch ihre Botschaft in Nepal bekannt sind, nach ihrer Rückkehr nach Tibet höchstwahrscheinlich bestraft werden. Die Möglichkeit einer bis zu einem halben Jahr dauernden Inhaftierung ist besonders beunruhigend. Schließlich sahen sich diese Tibeter ja gezwungen, ohne Paß nach Indien zu reisen, weil China ihnen mit Bestrafung drohte, falls sie nach Indien reisten. Dies zeigt das Ausmaß, in dem das Recht der Tibeter auf Bewegungsfreiheit auch außerhalb der Grenzen der VR China bedroht ist. Die Verletzung des Rechts auf Bewegungsfreiheit verletzt ihrerseits eine ganze Reihe anderer Rechte, besonders das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit, denn in diesem Fall werden zahllose Tibeter daran gehindert, das Kalachakra zu besuchen, eine der wichtigsten religiösen Zeremonien für tibetische Buddhisten.

Das TCHRD ruft die chinesischen Behörden auf, keine Vergeltung an tibetischen Pilgern zu üben, besonders die 39 oben genannten Personen von Repressalien zu verschonen.

Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Oppenheimer

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* Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
* Arbeitsgruppe München
* Adelheid Dönges, Packenreiterstr. 18, 81247 München
* Tel (+49 89) 811 35 74 oder (+49 40) 480 80 77 (Angelika Oppenheimer)
* tibet@igfm-muenchen.de, www.igfm-muenchen.de

Mittwoch, 28. September 2016

Tagung "2030. Zur Zukunft der kulturhistorischen Museen", Montag, 26. September, 9.30 bis 17.30 Uhr, Linden-Museum Stuttgart

Unsere Gesellschaft befindet sich in einem stetigen Wandel, der auch die Museen und ihre Arbeit beeinflusst und prägt. Die nachhaltige Entwicklung eines Museums erfordert nicht nur die Beschäftigung mit Vergangenheit und Gegenwart, sondern nahezu zwingend auch den Blick in die Zukunft. Die Tagung „2030. Zur Zukunft der kulturhistorischen Museen“, die am 26. September 2016 im Linden-Museum in Stuttgart stattfindet, stellt die Zukunftsforschung als wissenschaftliches Instrumentarium zur Beschäftigung mit möglichen zukünftigen Entwicklungen vor.

Die Erkenntnisse der Zukunftsforschung und die daraus resultierenden Trends hinterfragt die Tagung auf ihre Relevanz für die kulturhistorischen Museen. Dabei gliedert sich die Veranstaltung in mehrere Themenblöcke. Nach einer Einführung in die Methoden und Möglichkeiten der Zukunftsforschung stehen der Stellenwert und die Qualität von Bildung sowie die Entwicklung der künftigen Identitäten innerhalb der Gesellschaft im Fokus. In einer Synthese wird dann diskutiert werden, welche Rolle die kulturhistorischen Museen in den Szenarien einer mittelfristigen Entwicklung für die kulturelle Wissensvermittlung sowie die Bildung von Identität spielen können oder sogar müssen.

Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von kulturhistorischen Museen sowie Studierende relevanter Fachrichtungen.
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Tagung ist eine Veranstaltung des Landesmuseums Württemberg, Stuttgart, des Linden-Museums Stuttgart und des Badischen Landesmuseums Karlsruhe in Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund e.V., gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.

Tagungsort:
Linden-Museum Stuttgart
Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart, www.lindenmuseum.de

Hashtag: #mus2030
 
 Martin Otto-Hörbrand
Linden-Museum Stuttgart
Öffentlichkeitsarbeit / P.R.
Hegelplatz 1
70174 Stuttgart
Tel. +49.(0)711.2022-444

Fax: +49.(0)711.2022-590
info@lindenmuseum.de
www.lindenmuseum.de
www.twitter.com/lindenmuseumwww.facebook.com/LindenMuseumStuttgart

Dienstag, 2. August 2016

Adventure3Athlon - 14.–18. August 2016, Ladakh (Jammu & Kashmir)

Ein Event für Ultra-Sportler! Wer mehr als nur Freizeitsport betreibt und seinen Körper einem ultimativen Test unterziehen will, der kann sich noch bis 01. August 2016 – letzte Möglichkeit für dieses Jahr! – beim Adventure3Athlon in Ladakh anmelden.



Dieser Triathlon ist Indiens erstes extremes Abenteuerrennen im Hochland. Nach nur einem Tag Akklimatisation werden die bisher 27 Teilnehmer in einer Höhe von 3.350 Metern auf dem Rad, zu Fuß und in relativ wildem Wasser zum Paddeln geschickt. Nachts wird gezeltet.

Die Anmeldegebühr beträgt 15.000 INR (ca. 200 EUR), inklusive Zeltübernachtung, Mahlzeiten, Fahrrad, Floß, Schutzhelm und Schwimmweste.

Das Rennen hat nicht nur sportliche Gründe. Gleichzeitig soll für einen umweltfreundlicheren Aufenthalt in Ladakh geworben werden.

Die Organisatoren wünschen sich ein plastikfreies Ladakh. Jedes Jahr werden in Ladakh rund 500.000 PET-Flaschen von Touristen in Ladakh verwendet.

Wenn die Flaschen recycelt werden, liefert eine PET-Flasche Strom für eine Stunde für eine 60W-Birne. Die Organisatoren setzen sich für PET-Recycling ein und werben für einen verantwortlichen Tourismus. „Pack your sack for a greener Ladakh.“

Weitere Informationen: www.adventure3athlon.com/

Datum: 14.–18. August 2016
Ort: Ladakh (Jammu & Kashmir)

Das ist die Strecke des Adventure3Athlon in Ladakh (© Adventure3Athlon)

Quelle: indien aktuell Festivals im August
https://www.indienaktuell.de/magazin/tourismus/festivals-indien-august-2016-681382

Dienstag, 5. Juli 2016

FACE TO FAITH | MOUNT KAILASH | TIBET photobook

A Photobook about one of the most fascinating places on earth - the sacred Mount Kailash in Tibet. 


Dieses Projekt unterstützt die Publikation eines grossformatigen Bildbandes, der im Herbst 2016 erscheint.

Die Geschichte: Face To Faith | Mount Kailash | Tibet              
            
Wie eine weisse Pyramide ragt der Kailash - von den Tibetern auch ”Juwel des Schnees” genannt - aus der Gesteinswüste der tibetischen Changtang-Hochebene empor. Der Mount Kailash ist einer der faszinierendsten Orte, die ich je bereist habe. In seinem Gebiet entspringen die vier wichtigsten Flüsse Asiens: der ”Indus”, der ”Satluj”, der ”Brahmaputra” und der ”Karnali” (Zufluss des Ganges). Auch deshalb verehren die vier grossen religiösen Traditionen Buddhismus, Hinduismus, Jainismus und Bön den Kailash als heiligen Berg - ja, betrachten ihn sogar als Ursprung unseres Universums.
Jährlich pilgern viele hundert Gläubige zum weit entlegenen Mount Kailash. Sie umrunden den Berg auf einem 54 Kilometer langen Pfad (Kora), um sich von den Sünden des Lebens zu befreien. Streng Gläubige begehen diese Runde in Niederwerfungen, wofür sie bis zu drei Wochen benötigen. 108 Umrundungen, so glauben die Buddhisten, führe zur Erleuchtung. Aus Respekt vor seiner spirituellen Bedeutung ist der Kailash (6714 m) bisher unbestiegen. In den 80er-Jahren verzichtete Reinhold Messner trotz einer offiziellen Besteige-Genehmigung bewusst auf diesen Gipfel. So ist der Kailash einer der seltenen unbetretenen Orte dieser Erde.

2012 verbrachte ich für mein Fotoprojekt FACE TO FAITH | MOUNT KAILASH | TIBET mehrere Wochen im nur schwer zugänglichen Kailash-Gebiet. Im Gepäck mit dabei: eine analoge 4x5” Grossformat-Kamera, zahlreiche Planfilm-Kassetten und hunderte von Polaroids und Farbnegativ-Filmen. Mit dieser langsamen Arbeitsweise konnte ich sowohl den Pilgern als auch dem für sie so bedeundenden Berg Kailash mit dem angemessenen Respekt fotografisch begegnen. Entstanden ist eine Serie ikonischer Portraits und Landschafts-Panoramen, die im Oktober 2016 als Bildband FACE TO FAITH | MOUNT KAILASH | TIBET erscheinen wird.

Für die Realisierung dieses aufwendig produzierten Fotobuchs bitte ich um eure Unterstützung.

Das Buch: Face To Faith | Mount Kailash | Tibet                          
     
Seit der ersten Idee zu diesem Buchprojekt sind nun acht Jahre vergangen. Nach Jahren der Vorbereitung und mehreren Anläufen konnte ich 2012 die fotografische Arbeit abschliessen. Eine Portion Glück gehörte auch dazu, da es für Ausländer und Individualreisende auf Grund der immensen Restriktionen kaum möglich ist, in das Kailash-Gebiet zu reisen, geschweige denn sich dort über einen so langen Zeitraum aufzuhalten. Weitere Jahre meiner Zeit und all mein Geld investierte ich nun in die Realisierung des Buches ”Face To Faith | Mount Kailash | Tibet”.

Im Oktober 2016 ist es dann soweit: Face To Faith | Mount Kailash | Tibet wird publiziert. Der grossformatige Hardcover-Bildband (28x33cm) wird 192 Seiten (5 Klappseiten) stark, und enthält 90 farbige Abbildungen. Der Verkaufspreis für den Buchhandel wird bei 58,- € liegen.

Für die Gestaltung des Buches konnte ich das renommierte Hamburger Design-Büro PETER SCHMIDT, BELLIERO & ZANDÉE gewinnen. Auch Dank ihrer grossartigen Ideen ist ein aussergewöhnlicher Bildband entstanden, eine fotografische Dokumentation dieses mystischen Ortes und der Menschen, die ihn verehren, wie es sie in diesem Umfang noch nicht gibt Warum ich Eure Hilfe brauche?

Die Finanzierung des Buches liegt in meiner Hand. Einen grossen Teil davon werde ich mit eigenen, privaten Mitteln decken. Dennoch fehlen noch ca. 15.000 € um die Druckkosten, Gestaltung und Autorenhonorare zu finanzieren. Ohne eure Hilfe ist das nicht zu schaffen.

Wenn Ihr an der Realisierung dieses besonderen Buch-Projektes mitwirken wollt, dann unterstützt bitte meine Kickstarter-Kampagne. Hier habt Ihr die Gelegenheit, Bücher vorzubestellen und verschiedene, limitierte Print-Editionen, Postkartensets, Einzeldruckbögen oder Poster aus dem Projekt zu erwerben.
Hier könnt ihr eure rewards sehen/wählen: www.facetofaith-kailash.com

Bitte teilt gerne diese Kampagne mit Euren Freunden und/oder auf Euren Sozialen Netzwerken - vorab ein grosses Dankeschön.

Risiken und Herausforderungen

The photo book "Face to Faith | Mount Kailash | Tibet" will be launched in october 2016 by the publisher Hatje Cantz. If the book is successfully backed, things should go smoothly and I won't expect any problems to fullfilling my commitment to the backers. There is always the possibility of delays, but i will do my best to deliver the rewards to all backers as promised in november 2016. If I surpass my goal, I will dedicate the additional funding to start a photo exhibition of "Face to Faith | Mount Kailash | Tibet". My promise: all your financial contributions will remain within this project.

Donnerstag, 23. Juni 2016

Ornament und Ritual, Aby Warburg und die Kultur der Hopi, So 03. Juli | 15 Uhr

Führung mit Ulla Weichlein und Katharina Hoins
 
Anlässlich des 150. Geburtstags von Aby Warburg führen Katharina Hoins (Warburg-Haus Hamburg) und Ulla Weichlein (Vermittlerin, Museum für Völkerkunde Hamburg) ...

durch die Ausstellung “Indianer Nordamerikas”.

1895 brach der Hamburger Kunst- und Kulturhistoriker Aby Warburg zu einer Reise in die USA auf, um an der Hochzeit seines Bruders teilzunehmen. 

Angeregt durch Begegnungen mit Ethnologen vom Smithsonian Institute in Washington nutzte er die Reise, um verschiedene archäologische Stätten und Pueblo-Siedlungen, u.a. der Hopi zu besuchen. 

Warburg wollte dabei nicht so sehr – wie andere Wissenschaftler seiner Zeit – ein „primitives Denken“, sondern in der Kultur der Hopi gerade dessen Überwindung studieren, die auch die Kultur der Renaissance kennzeichne. 

Die Hopi, die er antraf, lebten im trockenen Südwesten der USA vom Anbau von Feldfrüchten und veranstalteten geheimnisvolle Zeremonien, in denen Katsina-Geistwesen Regentänze aufführten. 

Besonders der Schlangentanz beeindruckte Warburg nachhaltig und erlangte – nicht zuletzt durch ihn – einige Berühmtheit. 

Warburg machte bei seinem Aufenthalt Fotos, fertigte Zeichnungen an und brachte eine Sammlung von Objekten mit nach Hamburg, die er 1899 und 1902 dem Museum für Völkerkunde schenkte. 

Anhand einiger dieser Objekte informiert die Führung einerseits über die Reise Warburgs, seine Interessen und Ideen, andererseits über die Kultur der Hopi.

Kosten: € 4 zzgl. Museumseintritt
Mi 6. Juli | 14 Uhr

Africa’s Top Models Schönheitsideale – Ideale Schönheit, Sa 7. November 2015 bis So 6. November 2016

„Was ist schön?“ – Diese bis heute aktuelle Frage beschäftigt die Menschheit bereits seit Urzeiten. Allerdings scheint das Schönheitsideal zumindest in den westlichen Gesellschaften von einem Modemarkt fremdbestimmt zu sein.

Auch in Afrika kann man sich diesen Einflüssen nicht entziehen. Dennoch haben sich hier ganz eigene Vorstellungen von Schönheit entwickelt. Die Ausstellung spürt ihnen über die Jahrhunderte anhand von einzigartigen Skulpturen und Masken nach. Sie zeigt aber auch in modernen Fotos, Sprichwörtern und Beispielen aus der afrikanischen Modewelt den mittlerweile weltweiten Einfluss afrikanischer Schönheitsideale.



 Figurenszene aus Blech.
Foto: Paul Schimweg / Museum für Völkerkunde Hamburg
Künstler: Didier Ahadsi. Ethnie: Ewe. Land: Togo.

Die Gesichter der Schönheit

Die Vielfältigkeit der Kulturen Afrikas zeigt sich auch in den unterschiedlichen Schönheitsidealen, die auf diesem riesigen Kontinent zu finden sind. Jede Region, jede der mehr als 2.000 Ethnien besitzt ihre eigenen Ideale, die sich in der Frisur, der Verzierung oder Bemalung des Körpers, in einem besonderen Gang, in der Ausformung bestimmter Körperteile – z.B. Augen, Mund, Hals, Bauch und Gesäß – widerspiegeln. Afrika ist zwar längst Teil der internationalen Mode- und Beauty-Industrie, dennoch halten sich daneben eigene afrikanische Schönheitsideale, die sich anhand von traditionellen Masken und Skulpturen oft über Jahrhunderte zurückverfolgen lassen.

 Friseur in Angola
Foto: Rob Whittaker

Manche dieser Ideale, wie zum Beispiel die besondere Betonung der Gesäßpartie und ihrer Hervorhebung in der Kleidung, setzen sich heute auch in unserer Gesellschaft mehr und mehr als „schön“ durch (Stichwort Kim Kardashian), ebenso die faszinierende Vielfalt afrikanischer Haartrachten. Sogar das Spitzfeilen der Vorderzähne, Schmucknarben oder bestimmte Tattoos, in unseren Augen eher ausgefallenere Schönheitsmerkmale, werden bereits in verschiedenen Subkulturen bei uns kopiert.

Kadiatu Kamara with a necklace designed by herself, Foto: Alfred Weidinger

Dienstag, 14. Juni 2016

Ausstellung: Buddha - Sammler öffnen ihre Schatzkammern im saarländischen Weltkulturerbe Völklinger Hütte vom 25.06.2016 Uhr bis19.02.2017

Am 24. Juni wird im saarländischen Weltkulturerbe Völklinger Hütte eine außergewöhnliche Ausstellung eröffnet, in der 232 hochkarätige buddhistische Statuen und Bilder aus zwei Jahrtausenden gezeigt werden. Meisterwerke aus der antiken Region Gandhara sowie aus Indien, China, Korea, Japan, Kambodscha, Thailand, Burma, Indonesien, Nepal und Tibet werden vom 25.06.2016 Uhr bis19.02.2017 ganztägig für die Öffentlichkeit zu sehen sein. Auf dem 600.000 qm großen Gelände wird zwischen ehemaligen Hochöfen und Schornsteinen ein sogenannter "Pfad der Erkenntnis" mit acht Meditationsstationen eingerichtet sein. Es begegnen sich dort die westliche Welt der Industriekultur und die östliche Welt buddhistischer Meditation.

Das Tibethaus Deutschland ist Kooperationspartner bei der unter der Schirmherrschaft Seiner Heiligkeit dem XIV. Dalai Lama stehenden Ausstellung. Ein über 500 Seiten dicker Katalog wird rechtzeitig zur Ausstellung erscheinen.


Tibethaus Deutschland e.V.
Kaufunger Str.4, 60486 Frankfurt